Alle zum Neubrunnenplatz – und dann gemeinsam zu Fuß zum Europakreisel!

Alle zum Neubrunnenplatz – und dann gemeinsam zu Fuß zum Europakreisel!

Fußball ist der beliebteste, aber auch der am stärksten diskutierte Sport in Deutschland. Im Amateurfußball sprechen viele über zunehmende Gewalt auf dem Platz, im Profifußball sind es die Fans, die das Fußballstadion zu einem gefährlichen Ort machen. So zumindest sehen es die sich populistisch äußernden Hardliner aus Innenpolitik und Behörden. Denn der autoritäre Ruck, der die Gesellschaft durchzieht, zeigt sich auch beim Fußball.
Wieder einmal dreht sich auf der Innenministerkonferenz alles um die Frage: „Wie machen wir Stadien sicherer?“ Wieder einmal wird vor „desaströsen Zuständen“ und randalierenden Fangruppen gewarnt. Aber auch von unzähligen Menschen und Familien wird gesprochen, die sich angeblich nicht mehr ins Stadion trauen. Wieder einmal gibt es keine belastbaren Fakten, die dieses Bild bestätigen. Trotzdem werden Maßnahmen aus der BLoAG (Bund-Länder-offene Arbeitsgruppe) aus Politik, Polizei, Verbänden und der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) gefordert, die am Ende die Zerstörung einer lebendigen, vielfältigen Fankultur erreichen:
Ein Blick in den Jahresbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze der Polizei NRW für ganz Deutschland, zeigt aber eine ganz andere Realität. Deutsche Stadien sind sicher und vermutlich auch die mit am stärksten überwachten Orte im Land. 1.107 Verletzte in einer ganzen Saison, ohne Angabe, wodurch genau. 5.197 eingeleitete Strafverfahren. Ein Rückgang zum Vorjahr. Um diese Zahlen kurz ins Verhältnis zu setzen: Über 32,95 Millionen Zuschauer waren in der letzten Saison im Stadion. 1.107 Verletzte bedeuten 0,00336 % aller Stadionbesucher – etwa 3,4 Verletzte pro 100.000 Zuschauer. 5.197 Strafverfahren entsprechen 0,01577 % aller Stadionbesucher – etwa 15,8 Verfahren pro 100.000 Zuschauer. Wir reden also über den statistischen Promillebereich. Von Zahlen, die kaum messbar sind, es aber trotzdem auf die ganz große Populismus-Bühne schaffen.
Trotz ihrer Beteiligung am BLoAG haben selbst DFL und DFB in einer eigenen Stellungnahme Zweifel an diesen Forderungen geäußert. Unsere Fankultur wird bekämpft, da sie für die Innenpolitik eine Gefährdung darstellt. Sie ist unbequem, laut, politisch. Dazu ist sie noch vernetzt und organisiert, wie die DFL-Investorenproteste gezeigt haben. Wir haben das Potenzial, ernsthaft etwas zu bewegen, was den innenpolitischen Akteuren widerstrebt.
Was dabei oft übersehen wird. Fankultur ist ein sozialer Raum, der vielen Menschen Struktur, Ablenkung und Zugehörigkeit gibt. Ein Ort mit Schatten, aber auch Sonnenschein. Fankultur bietet eine Form von Gemeinschaft, die im Alltag häufig fehlt. Genau deshalb wird sie schnell zur Projektionsfläche für gesellschaftliche Konflikte. Probleme, die eigentlich gesamtgesellschaftlich verhandelt werden müssten, landen über die Figur der „Ultras“ plötzlich als vermeintliche „Fußballprobleme“ auf dem Tisch. So entsteht eine einfache Erzählung für die Innenpolitik: Nicht die sozialen Ursachen stehen im Mittelpunkt, sondern ein angeblich eskalierendes Fanproblem.
Im Sinne aller Fußballfans bleiben wir laut und unbequem! Schluss mit den populistischen Forderungen – Finger weg von unseren Kurven!
Aurea Moguntia, Bambulis, Bandoleros, Berliner Schnauze, Colectivo, Eugeniosbande, Flagrantia Moguntia 03, Gruppo Ubriaco, Loreley Schobbevernichter, Meenzer Bube Meenzer Mädche, Rheingold, Schnudedunker Mainz, Sektion Bruchweg, Subciety Mainz 2006, Ultraszene Mainz 2001, Wildes Gebilde, Zitty-Mainz

Gude Nullfünfer,
auch in diesem Jahr laden wir euch herzlich zum Q-Block-Weihnachtsmarkt ein!
Er findet am 07.12.2025, also am Sonntag nach dem Heimspiel gegen Gladbach, am Bruchwegstadion statt.
Wie immer erwarten euch abwechslungsreiche Speisen und Getränke, Geschenkideen sowie ein buntes Rahmenprogramm – und das alles zugunsten sozialer Einrichtungen.
In diesem Jahr unterstützen wir den Frauennotruf Mainz e. V. (https://www.frauennotruf-mainz.de/) und Frühstart e. V. Mainz (https://www.fruehstart-mainz.de).
Weitere Informationen zum Ablauf und Programm folgen in Kürze.

Alle zum Neubrunnenplatz – und dann gemeinsam zu Fuß zum Europakreisel!


Das Trikot eines jeden Vereins ist untrennbar an seine Identität geknüpft, verbindet Spieler und Fans wie kein anderes Kleidungstück und repräsentiert darüber hinaus den Verein bei Heim- und Auswärtsspielen. Es ist schlichtweg das Symbol eines Fußballvereins und wird deswegen immer besonders genau unter die Lupe genommen und mit anderen Standards bewertet. In diesem Jahr präsentierte die Geschäftsstelle gemeinsam mit dem Ausrüster Jako unsere neuen Trikots. Dabei ist das Heimtrikot, wie jedes Jahr, rot mit weißen Elementen. Einige Tage später wurde dann das neue Auswärtstrikot vorgestellt. Mitsamt lila-blau und magenta-pinker Musterung, sowie Video- und Fotoshooting, wird hier nun ein Bezug zu einem Trikot der 1990er-Jahren hergestellt.
Und auf das Auswärtstrikot folgte das Ausweichtrikot. Mithilfe von lokalen Influencer*innen wurde ein cremefarbenes Trikot mit grau-schwarzen Akzenten veröffentlicht. Dass das Vereinslogo auf diesem Trikot in Grau-Schwarz auf Weiß gebracht wurde, soll dabei nur eine Randnotiz sein. Mit zwei von drei Trikots, die nicht in den Vereinsfarben gehalten sind, und einem klaren Stilwechsel verlässt Mainz 05 eine Kontinuität aus den letzten Jahren. Selbstverständlich sind marktwirtschaftliche Gedanken hierfür ausschlaggebend. Erstmalig in der Geschichte des Vereins werden mit Trikotverkäufen schwarze Zahlen geschrieben, auch dank eines erfolgreichen Marketings. Dies geht allerdings auf die Kosten der Konstanz und Identifikation, denn ein Trikot muss in unseren Augen einen klaren Wiedererkennungswert schaffen. Nicht zuletzt hat unsere Kritik auch einen sehr praktischen Grund. Wir arbeiten seit einigen Jahren an einem rot-weiß-goldenen Kurvenstil und versuchen auch mit eigenen Klamotten eine klare Linie vorzuleben. Ausweichtrikots in besonders auffälligen Farben arbeiten gegen die Idee von einer Kurve, in denen klar die Farben Rot-Weiß-Gold ein lebendiges und kraftvolles Bild erzeugen.
Wir wünschen uns, dass unser Trikot nicht von Marktlogiken bestimmt wird, sondern für die Basis des Vereins gemacht wird. Dass sich Mainz 05 frei davon macht, Trikots aus Fashiongründen zu produzieren, sondern dass möglichst viele Menschen, die diesen Verein leben, sich mit seinen Trikots identifizieren können.
Denn echte Identifikation braucht kein Marketing!
Ultraszene Mainz 2001

Gude Nullfünfer,
das Hinspiel ist erst wenige Tage her und wir alle haben noch die unglaublichen Bilder aus Trondheim im Kopf. Trotz des bitteren Ergebnisses war dieser Tag einfach brutal. Jetzt liegt es in unserer Hand, im Rückspiel alles reinzuwerfen, unsere Mannschaft nach vorne zu peitschen und das Stadion brennen zu lassen, damit wir mit unserem FSV weiter durch Europa reisen können.
Packt euren Schal ein und zieht euer weißes Shirt an. Wir treffen uns um 16 Uhr am Theater. Um 18 Uhr ziehen wir von dort los und stimmen uns zusammen auf dem Weg zum Stadion ein!
Am Treffpunkt wird es die übrigen Mottoshirts gegen Spende geben.
Es sind noch Größen zwischen S-L verfügbar.
Lasst uns alles abreißen für eine geile Europapokal-Nacht! Die Reise wird weitergehen!
ALLE IN WEISS!
INTERNATIONALER FSV!
Forderungen der Initiative „Verbandsstrafen abschaffen“ an die RLSW Regionalliga Südwest GmbH, sowie die Beteiligten Landesverbände:
· Fußballverband Rheinland,
· Saarländischer Fußballverband,
· Südwestdeutscher Fußballverband,
· Badischer Fußballverband,
· Südbadischer Fußballverband,
· Hessischer Fußballverband,
· Württembergischer Fußball-Verband
Wir fordern eine konsequente Abschaffung der verbandsrechtlichen Bestrafung des Einsatzes von nicht missbräuchlich (im Sinne vom gezielten Einsatz gegen Personen oder Wurf auf das Spielfeld) verwendeter Pyrotechnik und deren sofortige Aussetzung.
Wir kritisieren im Detail, dass …
– …die Bestrafungen zusehends wirtschaftliche Probleme für die betroffenen Vereine mit sich bringen und die Wettbewerbsfähigkeit verschlechtern
– …die Vereinsverantwortlichen mittels Lizenzvereinbarungen zur Annahme der sportgerichtlichen Sanktionspraxis gezwungen werden und dadurch aufgrund aufkommender Interessenkonflikte ein Keil durch die Vereine getrieben wird
– …sich durch die Entwicklung der Strafen/Strafzahlungen die Wahrnehmung und Bewertung von Pyrotechnik insofern verändert hat, dass der positive Einfluss auf die Atmosphäre in den Stadien oder der nicht vorhandene Einfluss auf das Spielgeschehen keine Beachtung findet
– …die RLSW Regionalliga Südwest GmbH, sowie die Landesverbände in ihrer Praxis ein zunehmendes Sicherheitsempfinden beim Einsatz von Pyrotechnik und ausbleibende Verletztenzahlen ignoriert
– …die Erkenntnisse, wonach die in den letzten Jahren stetig zugenommene Bestrafung von Pyrotechnik nicht zu einer Verringerung des Einsatzes geführt hat, keinerlei Berücksichtigung bei der RLSW Regionalliga Südwest GmbH, sowie den Landesverbänden gefunden hat
– …eine Umlage der Strafen auf vermeintliche Verursacher zu Ermäßigungszwecken auf Grund einer damit einhergehenden Doppel- bzw. Dreifach-Bestrafung nicht vertretbar ist
Als Einheit aus Fanszenen und Vereinsverantwortlichen sind wir entschlossen, für die Rechte und faire Behandlung von Fankultur und Souveränität der Vereine einzustehen und einen neuen Weg konsequent zu verfolgen. Die Strafenpolitik der RLSW Regionalliga Südwest GmbH, sowie den Landesverbänden muss eine grundlegende Veränderung erfahren und die Interessen der Basis unseres Sports in angemessenem Umfang berücksichtigt werden.
Ganz Südwest fordert: Schluss mit euren Bestrafungen! Verbandsstrafen abschaffen!
Blaue Bomber 1995
Block 30 Hessen Kassel / KSV Hessen Kassel e.V.
Cannstatter Kurve
Corrillo Ultras & Synthesia Ultras 79
Crew Eleven Aalen / VfR Aalen 1921 e.V.
D-Block Donaustadion e.V. / SSV Ulm 1846 Fußball
Fanatico Boys Ultras Heidenheim 2008 & Unitas Aquileiae
Insane Ultra / SV Eintracht Trier
Nordkurve Koblenz / TuS Koblenz 1911 e.V.
Pfalz Inferno & Frenetic Youth & Generation Luzifer Kaiserslautern
Pugnatores Ultras
Südtribüne Darmstadt
Szene 1916 Sandhausen
SZENE E Reutlingen / SSV Reutlingen 05
Szene Offenbach
ULTRA1894 & Supporters Karlsruhe 1986 e.V.
Ultraszene Mainz 2001
Virage Est Saarbrücken / 1. FC Saarbrücken e. V.
