Gude Q-Block,
willst du Mainzer siegen seh‘n musst du zu den Amas geh’n.
Wer hätte es für möglich gehalten, dass man als 05er nochmal gerne zurück blickt auf einen Abend in Wiesbaden? Flutlicht, Bier und einfach geile Fußballatmosphäre und das auf der ebsch Seit. Die Amateure sind zurück im Abstiegskampf und benötigen nun mehr denn je unsere Stimme.
Wenn man einen Typ rund um die U23 als echten 05er verstehen kann, dann ist es ohne Zweifel Sandro Schwarz unser Trainer der Römisch II. Sandro war in den letzten Tagen nach dem grandiosen Abend in Wiesbaden absolut begeistert vom starken Rückhalt den wir dem Team in Wiesbaden verliehen haben. Nur mit uns im Rücken können die Jungs es packen im harten und zähen Abstiegskampf in Liga 3.
Jeder sollte sich lösen von diesem unsinnigen Machtkampf im Vorstand, was jetzt zählt ist der Abstiegskampf. Egal ob am Sonntag gegen Schalke oder am Samstag am Bruchweg gegen Kiel. Die Punkte müssen in Mainz bleiben.
Lasst uns erneut zum wichtigen Rückhalt für die Amateure werden. Geht zusammen mit uns ab für den Klassenerhalt! Wir treffen uns am Samstag ab 12:00 an der Eishalle und stimmen uns mit ein paar kühlen Getränken auf das Wochenende ein. Die Amas zählen auf uns!

Wir sind die Fans vom FSV!

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Q Block – Die Fans vom FSV

Con grande tristezza abbiamo appresodella morte di nostro fratello Peppino. Siamoscioccati e senza parole. I nostri cuori epensieri sono a Caserta a tutti gli amici e lafamiglia di Peppino.
Siamo addolorati per un uomomeraviglioso e un fratello che prima ora.
Sempre nei nostri cuori!

Mit großer Trauer haben wir vom Tod unseres Bruders Peppino erfahren. Wir sind schockiert und sprachlos. Unsere Herzen und Gedanken sind in Caserta bei allen Freunden und der Familie von Peppino. Wir trauern um einen wundervollen Menschen und einen Bruder der ersten Stunde.
Immer in unseren Herzen!

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Q Block – Die Fans vom FSV

Zum Heimspiel am Sonntag gegen den BVB möchte die Handkäsmafia Soliaufkleber verkaufen, deren Erlös komplett die Personen unterstützt, die von RB Leipzig mit einer hohen Schadenersatzforderung belegt wurden. Die Fanhilfe hat vor einigen Wochen bereits einen ordentlichen Geldbetrag gesammelt, den wir damit noch weiter aufstocken wollen. Damit wollen wir die finanzielle Belastung für die drei Betroffenen weiter verringern und unseren Teil dazu beitragen.

10 Aufkleber gibt es für 2,00 €

Die kompletten Einnahmen werden 1:1 gespendet.

Aufkleber sind ab 13.00 Uhr am Treffpunkt Bruchweg erhältlich und auch später im Stadion am Europakreisel bei den fliegenden Händlern! Augen offen halten und zugreifen!

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Q Block – Die Fans vom FSV

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Aufgrund des Schreibens vom Vorstand haben wir heute Nachmittag all unsere „Privilegien“ dem Verein überbracht. Da sie niemals Druckmittel im Umgang miteinander, sondern immer nur Werkzeug einer freien Kurve sein dürfen!

„Privilegien aller Art sind das Grab der Freiheit und Gerechtigkeit.“

(Johann Gottfried Säume, 1763-1810)

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Q Block – Die Fans vom FSV

Hallo Nullfünfer, auch wenn sich zurzeit Termin an Termin reiht, wollen wir euch noch mal an die anstehende Mitgliederversammlung diesen Sonntag erinnern! Wie der Name es schon sagt, ist es keine gängige Mitgliederversammlung – denn es stehen entscheidende Veränderungen in unserer Vereinsstruktur an. Eine neue Satzung bekommt unser Verein nicht mal so alle paar Jahre, deshalb rufen wir alle Mitglieder auf: Kommt am Sonntag um 11 Uhr in die VIP-Lounge des Stadion am Europakreisels und bringt euch ein für die Zukunft unseres Vereins! 

Alle weiteren Infos gibt es hier!

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Q-BLOCK – DIE FANS VOM FSV

Gude 05er!

Morgen ist es also so weit: 2726 Tage, nachdem in Leipzig ein gewisser e.V. namens „RasenBallsport“ gegründet wurde, wird nun auch unserem geliebten FSV die zweifelhafte Ehre zuteil, dem Ableger dieses Vereins – der RBL GmbH – einen Besuch abzustatten.

Aus diesem Anlass wollen wir uns nun an euch richten. Spiele gegen RB Leipzig lassen Stellungnahmen und Positionspapiere der deutschen Fanszenen bekanntlich nur so aus dem Boden sprießen; nun kommen auch wir nicht mehr umhin, ein öffentliches Statement beizusteuern zu dem bereits angehäuften Berg an Protest- und Boykott- und Nichtboykottaufrufen.
Dass die aktive Mainzer Fanszene morgen im Zentralstadion für Stimmung sorgen wird, dürfte zu diesem Zeitpunkt keine Überraschung mehr sein, wird doch bereits seit längerem ein Sonderzug nach Leipzig beworben. Die Entscheidung, das Spiel nicht zu boykottieren, war tatsächlich auch weniger umstritten, als man zunächst vielleicht annehmen könnte. Der Grund dafür ist eigentlich ein ganz einfacher:

Wir verstehen uns – Mainz 05 – als einen Gegenentwurf zum sterilen und mit Geld aufgeblähten Leipziger Fußballprodukt. Die Geschichte, die Mainz 05 in den vergangenen zwei Jahrzehnten geschrieben hat und die Mainz 05 – das ist noch wichtiger – heutzutage weiterschreibt, ist der Beweis und das Paradebeispiel dafür, dass erfolgreicher Fußball tatsächlich noch handgemacht sein kann.
Denn noch in den 1990er Jahren hatte und war unser Verein nichts. Doch mit jedem neuen Jahr, mit jeder Saison, mit jeder guten Entscheidung und auch mit jedem Fehler machte Mainz 05 einen kleinen Schritt vorwärts. Immer wieder verbesserte man seine Ausgansposition ein kleines bisschen, um jene dann anschließend wieder zu nutzen. Mainz 05 setzte einen Fuß vor den anderen, clever, beständig und bodenständig. Man stieg endlich in die erste Liga auf, drei Jahre später wieder ab, ohne dass der Verein ins Wanken gekommen wäre. Zwei Jahre später gelang 05 der Wiederaufstieg – Ein Blick in die zweite Liga verrät, wie schwierig dieses Kunststück tatsächlich ist.

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Inzwischen ist der 1.FSV Mainz 05 e.V. ein etablierter Bundesligist, umgeben von 15 GmbHs und AGs und wie sie nicht alle heißen, die trotz höheren Etats in der Tabelle regelmäßig hinter dem FSV zurückbleiben. Wir spielen sogar Europa-League, auch wenn das – euphemistisch ausgedrückt – meistens nicht so gut läuft. Wir können dennoch unglaublich stolz sein auf unseren Verein und seinen einzigartigen Werdegang, der eine einzige Erfolgsgeschichte ist.

Unser morgiger Gegner ist ebenfalls erfolgreich. Und einzigartig in Deutschland. Das war´s dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Das, was in Mainz langsam herangewachsen ist, wurde in Leipzig binnen sieben Jahren übers Knie gebrochen. Hier wurde ein Teilnehmer des Bundesligabetriebs einzig zu Werbezwecken herangezüchtet, um eine PR-Trophäen-Jagd zu inszenieren. Das Projekt existiert allein für den Erfolg, denn nur der bringt die gewünschte Publicity. Das Ziel sind Fotos von RedBull-Trikots, die den Champions-League-Pokal gen Himmel stemmen.
Dass der Stadt Leipzig dabei Bundesligafußball und sportliche Infrastruktur beschert wird, ist nur Nebensache und Teil des Marketingkonzepts. Wenn in ganz Sachsen nur elf Männer Fußball spielen würden, wäre RedBull das Recht – solange diese elf für RedBull gewinnen und damit den Mythos des Extremsportler-Getränks zur omnipräsenten Tatsache erheben.
Mit Kooperations- und Ausbildungsvereinen betreibt RedBull zudem eine Wettbewerbsverzerrung, die weit darüber hinausgeht, seine Konkurrenten wirtschaftlich auszustechen.

Das morgige Duell zwischen RedBull und unserem FSV versinnbildlicht geradezu die Gegensätze des wirtschaftlich erzwungenen und des sportlich erkämpften Erfolges. Kein anderer Gegner verdeutlicht also die einzigartige Entwicklung unseres Vereins so sehr wie RB Leipzig. Warum Mainz 05 es allerdings nicht fertigbringt, die Unterschiede herauszuarbeiten und zu betonen, wird man nie erfahren. Anstatt die eigene Identität als frecher Emporkömmling zu betonen und die beiden „etwas anderen Vereine“ RB Leipzig und Mainz 05 gegenüberzustellen, wird RB in der Stadionzeitschrift hofiert, als müsse man sich einschleimen. Da darf man sich jetzt schon gruseln, was „Der 05er“ wohl beim Rückspiel so verzapft.

Wir als Fans wollen jedenfalls immer wieder unser Alleinstellungsmerkmal – den Weg unseres Erfolges – herausstellen und feiern. Das werden wir in München, in Hoffenheim, in Hamburg, in Wolfsburg. Und das werden wir auch in Leipzig. Deshalb kommt es für uns auch überhaupt nicht in Frage, das Spiel zu boykottieren.
Also rafft euch auf, fahrt nach Leipzig und unterstützt Mainz 05 gegen dieses beschissene Marketing-Projekt! Wir sind anders und geiler! Alle nach Leipzig!

PS: Wir wollen euch an dieser Stelle noch ans Herz legen, sich etwas näher mit der RB-Thematik zu befassen. Nicht nur, weil es interessant ist, sondern auch, weil die Diskussion um RB Leipzig oftmals oberflächlich und unzureichend geführt wird. Das unerträgliche Leipzig-Bashing gipfelte erst jüngst wieder in einem hirnlosen Rap-Song.
Da fallen dann so unsägliche Begriffe wie „Ungeziefer“ oder „Rattenball“. Ist ja nichts Neues. „Fußballmörder“ hat noch gefehlt. Solche Unwörter können die Vorgänge von Leipzig weder vernünftig beschreiben, noch eine vernünftige Kritik formulieren. Sie sind einfach nur dumm und stellenweise gefährlich.

Daher wollen wir hier auf einen Text verweisen, der im Sommer 2015 im Kurvenmagazin „Doppelrad“ erschienen ist und sich sowohl mit dem Konstrukt selbst, als auch mit fehlgeleiteter sowie berechtigter Kritik beschäftigt. Außerdem stellt er die Frage nach einem Boykott.
Da wir euch den Text wärmstens empfehlen können und (leider) nicht alle ein „Doppelrad“ zu Hause liegen haben – gibt es hier den Text als pdf-Datei.

Viel Spaß beim Lesen, es lohnt sich!

Doppelrad – Thema RB Leipzig

DIE FANS VOM FSV

In einem älteren Mainzer Fangesang heißt es „wir sind die Fans vom FSV – uns gibt es in rot-weiß und manchmal auch in blau…“. Mit dem Blau wurde zunächst nur Bezug genommen zur damaligen Farbe des Auswärtstrikots, ehe ein paar Fans spontan den eigenen Gesang auf die Schippe nahmen. Fortan endete das Lied mit einem „und meistens sind wir blau“. Es war die Phase nach den Hochzeiten der Hooligans als eine alternative, recht überschaubare Fanszene die raue Stadionumgebung vielerorts neu prägte.
Damals waren es recht kleine Personenkreise, die eine neue Fankultur auf die Stehränge brachten. Die eine buntere, kreativere Fankultur entstehen ließen und die vorherrschenden Denkweisen damit revolutionierten. Spontane Gesänge, wie das oben erwähnte Mainzer Beispiel waren typisch für diese Epoche. Zu jener Zeit entstanden reihenweise Fanzines, heutzutage gibt es sogar das bundesweite Magazin „11 Freunde“, das aus dem Zeitgeist dieser Fangeneration entstand. In Mainz war zunächst die Gegengerade Heimat für diese Entwicklungen, bevor die Fans auf der neuen Südtribüne im Q-Block ihre Heimat fanden.
Ein paar Jahre später schwappte dann die Ultrakultur über die Alpen in Deutschlands Kurven und mit ihr auch eine neue Form des Supports. Die Ultras setzen ebenfalls auf Kreativität mit ständig neuen Liedern, zahlreichen Fahnen und bunten Kurvenshows, der höhere Grad an Organisation führte auch zu weniger Spontanität, war dafür aber deutlich massentauglicher. Auch in Mainz sind die Ultras in den vergangenen Jahren zu der präsentesten Gruppe innerhalb der Fanszene geworden. Viele neue Leute kamen und gingen über die Jahre, aber die Liebe und Verbundenheit zu Mainz 05 verband dabei Generationen.
Mit dem Q-Block Slogan „Die Fans vom FSV“ wollen wir daher eine Symbiose schaffen, die alledem gerecht wird. Einerseits an die Anfänge der Fankultur in Mainz erinnern und sie gleichzeitig ständig und dauerhaft mit neuem Leben füllen. So kann und soll sich jeder darin wiederfinden können. Ein Spagat zwischen Moderne und Tradition, die unserer Mainzer Fankultur eine Einzigartigkeit und Besonderheit bewahrt. Bereits in letzter Zeit wurden deshalb wieder häufiger Lieder von früher mit ins Repertoire genommen, gleichzeitig finden neuere Stilmittel Anwendung.

So findet ihr seit kurzem unter anderem ein Graffiti mit dem Slogan „Die Fans vom FSV“ zwischen dem Q- und R-Block auf der Rheinhessentribüne. All unsere Gesänge, Fahnen und Aktionen sollen Eckpunkte bilden, die das Gemeinschaftsgefühl der Kurve stärken sollen. Es geht nicht um die normalen oder älteren Fans, nicht um die Ultras oder Supporters. „Die Fans vom FSV“ sind dabei wir alle, die gemeinsam in der Kurve stehen, zusammen auswärts fahren oder unseren Verein auf jede erdenkliche Weise unterstützen, leben und atmen.

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Q-BLOCK – DIE FANS VOM FSV

Geschichte des Q-Blocks

Als Wolfgang Frank 1995 das Zepter am Bruchweg übernahm, krempelte er nicht nur die sportliche Ausrichtung des Vereins komplett um. Mit einer visionären Herangehensweise gelang es ihm, das lange Zeit triste Umfeld wach zu rütteln und größere Veränderung einzuleiten. Eine Folge davon war 1997 die Erweiterung des Bruchwegs durch 2 Stahlrohrtribünen. Neben der Nordtribüne entstand mit der Südtribüne die neue Heimat der Fanszene, die sich fortan im Q-Block sammeln sollte. Am alten Standort auf der Gegengerade vegetierte die damals zahlenmäßig sehr überschaubare 05-Fangemeinde über Jahre vor sich hin. Das Image als graue Maus und der jahrelange Abstiegskampf in der zweiten Liga lockten kaum Publikum zu den Spielen, die wenigen mitgebrachten Kinder spielten lieber im Sand der staubigen Gegengerade, als sich wirklich für das Gerumpel auf dem Platz zu begeistern.
Durch den plötzlichen sportlichen Erfolg und den Standort im Q-Block hinter dem Tor gab es allerdings neue Impulse und das nicht nur durch die arg verpixelte Aufforderung „Q-Block Power“ auf der alten Anzeigetafel. Tatsächlich verjüngte sich die Anhängerschaft und es dauerte nicht lange, ehe sich neue Fanclubs wie Attacke Mainz, Fanatics, Rheinfire oder die Wilden Jungz gründeten. Inspiriert von den ersten Eindrücken der Ultrakultur aus Italien, die sich zu jener Zeit so langsam auch ihren Weg in deutsche Kurven bahnte, fanden auch in Mainz erste Doppelhalter, Choreografien und die Idee der dauerhaften Unterstützung über 90 Minuten den Weg in den Q-Block.

Bestrebungen Gesänge via Megaphon aus der Menge heraus anzustimmen, weckten bei vielen Alteingesessenen erst einmal recht skeptische Blicke. Die ersten Versuche sich damit gar auf den Wellenbrecher zu stellen und die Massen anzuheizen, führten dann auch eher zu Diskussionen um die Sichtbehinderung als zu einer Verbesserung der Stimmung. Aber mit etwas Geduld und Dickköpfigkeit wurden bald erste Erfolge sichtbar, die Anzahl der sangeswilligen Anhängerschaft vervielfachte sich. Der Q-Block erwachte zum Leben.
Dazu beigetragen haben auch einige legendäre Spiele der damaligen Zeit – unvergessen bleibt hier sicherlich das 3:1 gegen den Tabellenführer Arminia Bielefeld an einem Montagabend. Dutzende bengalische Feuer erhellten den Q-Block und sorgten für eine bis dato selten dagewesene Atmosphäre. Die wurde schließlich bei den Pokalfights gegen die Erstligisten vom HSV und Hertha BSC nochmal getoppt. Gegen die Berliner traf zunächst kurz vor Ende Michael Thurk mit seinem ersten Pflichtspieltor für Mainz 05 zum 1:1 Ausgleichstreffer, ehe Jürgen Klopp mit gelb-rot vom Platz musste. In der folgenden Verlängerung besorgte Marcio Rodrigues dann in Unterzahl sogar die 2:1 Führung, flog aber ebenfalls mit gelb-rot vom Platz, weil er sich beim anschließenden Jubel sein Trikot vom Leib riss. In den übrigen 20 Minuten stemmten sich die 9 verbliebenen Spieler und der ganze Bruchweg gegen die wütend anstürmenden Berliner.
Das waren Spiele und Erlebnisse, die man sein Leben lang nicht mehr vergisst und die bei vielen Menschen die Begeisterung und Leidenschaft für Mainz 05 weckten. Ein besonderer Spirit entstand – der schließlich in der Ära Klopp weiter gipfelte. Im Q-Block wurde mit der Ultraszene Mainz 2001 ein Sammelbecken für alle Fans und Ultras geschaffen, die sich zusammen organisieren und engagieren wollten. Zahlreiche Choreographien aus der Anfangszeit legen heute Zeugnis ab vom damals großen Tatendrang, die gesamte Fanszene war in einer unglaublichen Aufbruchsstimmung. Unter Jürgen Klopp klopfte der Verein mehrmals ans Tor zur Bundesliga an, ehe es im dritten Anlauf endlich klappte und der Boom um Mainz 05 seinen Höhepunkt fand. Fans und Verein zeichnete zu dieser Zeit ein enormes Zusammengehörigkeitsgefühl aus, man ging gemeinsam durch Höhen und Tiefen, erlebte Niederlagen und Triumphe. Was in diesen Jahren geschah, ist noch heute irgendwie kaum in Worte zu fassen – es ist dieses schwer zu greifende Gefühl, nach dem sich viele Menschen im Umfeld des Vereins heute noch sehnen. Diese Besonderheit, die Mainz 05 und seine Fans über Jahre auszeichnete, so knapp vor dem Ziel noch abgefangen zu werden und trotzdem im nächsten Jahr mit einem gewaltigen Enthusiasmus einen neuen Versuch zu starten.
All das, was Mainz 05 auszeichnet, wurde in diesem Abschnitt der Vereinsgeschichte geboren, die sportliche Philosophie ebenso wie die lebendige Fankultur. Der Q-Block als Heimat der Fans war dabei nicht einfach nur ein Rückhalt, er war ein Motor des gesamten Gerüsts. Die schier unbändige Energie aus dem Herzen der Südtribüne entlud sich in einem lautstarken Support und kreativen Projekten wie der „100% Einsatz für unser Ziel“–Aktion. 5.000 Menschen beim gemeinsamen Aufstiegsmarsch, 8.000 beim Bundesligadebüt in Stuttgart, die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum oder die ersten Auftritte auf internationaler Bühne – die Fans von Mainz 05 hangelten sich von einem Superlativ zum nächsten. Ewig konnte dieser Aufschwung nicht anhalten, auch die größte Euphorie flachte irgendwann ab und die Bundesliga wurde Normalität. Auf der Südtribüne gab es erste Uneinigkeiten, zu den unzähligen Themen rund um Verein und Fans entwickelte sich eine sehr große Meinungsvielfalt, die kaum mehr unter einen Hut zu packen war und seit einigen Jahren das ganz große Miteinander nur noch selten zulässt. Es kamen und gingen viele Leute in dieser Zeit, doch der Q-Block blieb immer das Herz der Fangemeinde.
Nach dem erneuten Aufstieg war Mainz 05 irgendwann an einem Punkt angelangt, an dem der Bruchweg leider zu klein geworden war, um sich dauerhaft in der Bundesliga etablieren zu können. Der Umzug ins neue Stadion bedeutete gleichzeitig auch Abschied zu nehmen von dem Ort, mit dem wir alle so viele Emotionen verbunden hatten. Wie viele Stunden haben wir am Bruchweg in unserem Q-Block verbracht? Wie oft geweint, gelacht, geschimpft und gejubelt? Wie oft waren die Stunden hier ein Ausbruch aus dem sonst so grauen Alltag, wie viele Freunde haben wir genau hier gefunden? Dieser magische Ort hat unser Leben auf eine Weise geprägt, die nachhaltiger kaum sein könnte. Auch im neuen Stadion am Europakreisel ist der Q-Block wieder der Standort der Fans, von hier sollen unsere Gesänge ins gesamte Stadion getragen werden und die rot-weiße Mannschaft auf dem Platz beflügeln. Nach nun 5 Jahren fühlt es sich immer noch etwas komisch dort an, etwas steril und ab vom Schuss. Im Stadion sind viele neue Gesichter und durch die Größe der Tribüne will nicht immer so recht Atmosphäre aufkommen. Aber der neue Q-Block hat das Zeug dazu, die Geschichte auch am Europakreisel weiter zu schreiben. Auf dieser riesigen Tribüne schlummert ein enormes Potential, das nur darauf wartet abgerufen zu werden. Der Pioniergeist und das Gemeinschaftsgefühl der vergangenen Tage kann dabei in vielerlei Hinsicht ein Vorbild sein. Vor uns liegt ein neues Kapitel und es liegt an uns es nun mit Leben zu füllen.

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Q-BLOCK – DIE FANS VOM FSV

Gude 05er,

die Hormone spielen verrückt, Frühlingsgefühle machen sich breit – die neue Saison steht vor der Tür!
Und sie steht unter besonderen Vorzeichen. Denn nach einer beeindruckenden Spielzeit steht Mainz 05 erstmals in der Gruppenphase des Europapokals! Zudem ist es die gefühlt erste Saison unseres Vereins ohne Christian Heidel.
Die bevorstehenden Pflichtspiele – und das sind mindestens 41! – stellen für unseren Verein eine riesige Möglichkeit dar, den nächsten Schritt zu tun auf dem langen Weg, sich als feste Größe im deutschen Fußball zu etablieren. Auf der anderen Seite stellt die wohlmöglich dauerhafte Dreifachbelastung ein beachtliches Handicap dar, das eine Mannschaft erstmal kompensieren muss.

Für uns Fans und die Kurve – längst nicht nur für die Allesfahrer – muss das bedeuten, Ausdauer und Langatmigkeit zu zeigen. Die neue Spielzeit wird ihre Höhen aber mit Sicherheit auch ihre Tiefen und Krisen mit sich bringen. In diesen Momenten müssen wir zusammenhalten und unser Team nur umso bedingungsloser und lautstärker nach vorne peitschen! Nur dann wird der 1.FSV erneut Großes leisten und Geschichte schreiben können.
Unsere Gruppe hat sich in der Sommerpause – und offenkundig schon davor – einige Gedanken gemacht, wie wir besonders bei Heimspielen die Stimmung verbessern und den Hexenkessel heraufbeschwören können, den unsere Elf für die kommenden Aufgaben benötigt.
Aus diesem Grund hatten wir in der vergangenen Saison bei einigen Gelegenheiten unseren angestammten Platz am Fuße der Kurve aufgegeben und waren in die Mitte der Kurve umgezogen. Die Reaktionen auf dieses Experiment waren durchaus gemischt und unsere internen Diskussionen sehr kontrovers – letztendlich entschied sich unsere Gruppe und die aktive Szene jedoch für einen Neuanfang und damit für einen Umzug.

Mit dieser Entscheidung ging natürlich jede Menge Organisations- und Planungsarbeit einher, an deren Ende ein wirklich vielversprechendes und rundes Konzept stand, das der Stimmung und Ultrakultur in Mainz tatsächlich neue Perspektiven eröffnete. Wesentlicher Bestandteil dieses Konzepts war ein quasi in die Breite gezogenes Podest, welches Platz für Banner und Vorsänger bieten sollte.
So weit, so gut, doch leider ist unser Konzept (momentan?) nicht umsetzbar. Schuld daran trägt nicht etwa eine repressive Maßnahme der Polizei oder eine Auflage der DFL. Es fehlte auch nicht an der Zustimmung von Mainz 05. Unser Vorhaben scheitert einzig und allein an einem gewissen Brandschutzbeauftragten des Landes, der die Richtlinien des Bundes besonders eng auslegt und jeden Kompromiss von vornherein ausschließt.
Lange Rede, kurzer Sinn: Der Umzug fällt ins Wasser. Wir werden die kommende Spielzeit also wie gewohnt direkt hinterm Tor bestreiten.

Das ist zwar ärgerlich, bringt uns jedoch längst nicht von unserem Weg und vor allem nicht von unserem Ziel ab, die Stimmung bei Heimspielen zu verbessern.
Wir wollen zusammenrücken, ein neues Wir-Gefühl schaffen und im kommenden Jahr so richtig abreißen – jeder und jede, wer auch immer sich davon angesprochen fühlt, wer mitmachen will, wer in Mainz etwas entstehen und wachsen lassen will, wer unsere Farben vertreten und unser Team nach vorne schreien will, soll sich uns anschließen!
Kommt auf uns zu, stellt euch zu uns, wir alle müssen jetzt an einem Strang ziehen und zusammenhalten! Wir alle, der ganze Block, der ganze Q-Block!
Schon seit vielen Jahren steht der Q-Block in Mainz für das Herz und den Motor der Stimmung, nun wollen wir uns unter seinem Namen und Zeichen vereinen, wollen mit euch zusammen unter dem Namen des Q-Blocks die neuen Herausforderungen gemeinsam angehen und bewältigen.

Es geht immer weiter! Lasst uns mit neuer Kraft, hochmotiviert und alle gemeinsam durchstarten! Unser Verein schlägt ein weiteres Kapitel seiner Erfolgsgeschichte auf – lasst es uns gemeinsam schreiben!

Auf geht’s Q-Block!

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Q BLOCK – DIE FANS VOM FSV