Gude Nullfünfer,

anfang Dezember vergangenen Jahres fand der Q-Block Weihnachtsmarkt statt, wohl zum letzten Mal hinter der Südtribüne des Bruchwegstadions, da diese voraussichtlich bald dem geplanten Neubau der Geschäftsstelle weichen muss. Getragen von der organisierten Fanszene, vielen Fanclubs der 05ER, den Supporters Mainz sowie den Aktiven aus den Arbeitsgruppen der Fanabteilung kam durch die Gewinne der zahlreichen Stände und der Tombola eine beachtliche Spendensumme in Höhe von 18.600 Euro zusammen. Die Spenden wurden am vergangenen Samstag beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg an die beiden Institutionen übergeben.

Begünstigt wurden dieses Mal der Frauennotruf Mainz e. V. sowie der Frühstart e. V. Mainz, die jeweils 9.300 Euro erhalten. Beide waren ebenfalls mit einem Stand vertreten und stellten ihre Tätigkeitsbereiche auch in einer Vorstellungsrunde auf der Bühne vor. Zum Programm gehörten an dem Tag zudem wie immer die beliebten Auktionsrunden, bei denen die ein oder andere Rarität ersteigert werden konnte, sowie zum Abschluss der Veranstaltung die Verlosung der Tombola-Gewinne. Das Organisationsteam, das wie in den vergangenen Jahren die Initiativen der einzelnen Fangruppierungen koordinierte, die Rahmenbedingungen bereitstellte und die Abrechnung übernahm, bedankt sich bei allen 05-Fans, die dieses tolle Ergebnis zustande gebracht haben, sowie beim 1. FSV Mainz 05, der die Veranstaltung ermöglicht und unterstützt hat.

Auch in diesem Jahr soll es wieder einen Q-Block Weihnachtsmarkt geben. Informationen dazu werden zu gegebener Zeit über die bekannten Kanäle veröffentlicht.

Gude Nullfünfer,

wenn auch leicht verspätet, können wir tatsächlich etwas stolz verkünden, dass noch rechtzeitig zum Ende des Jahres die neue Ausgabe des Doppelrads das Licht der Welt erblickt. 

Der Rückblick auf die vergangene Saison, mit allen Tiefen und Höhen inkl. der Quali für den internationalen Wettbewerb, stellt dabei natürlich den Hauptteil dar. Die fast 300 Seiten sind außerdem gefüllt mit einem bunten Potpourri aus Geschichten über unsere befreundeten Fanszenen (besondere Highlights sind dabei sicherlich der historische Blick auf das derby dell‘ Umbria sowie der 10-Jahre-Freundschaftsbesuch in Caserta), einem Blick über den Tellerrand nach Frankreich und vielem mehr.

Die Ausgabe #14 gibt es ab sofort für 9€ an der BoutiQue zu kaufen .

Ultraszene Mainz

Fußball ist der beliebteste, aber auch der am stärksten diskutierte Sport in Deutschland. Im Amateurfußball sprechen viele über zunehmende Gewalt auf dem Platz, im Profifußball sind es die Fans, die das Fußballstadion zu einem gefährlichen Ort machen. So zumindest sehen es die sich populistisch äußernden Hardliner aus Innenpolitik und Behörden. Denn der autoritäre Ruck, der die Gesellschaft durchzieht, zeigt sich auch beim Fußball.

Wieder einmal dreht sich auf der Innenministerkonferenz alles um die Frage: „Wie machen wir Stadien sicherer?“ Wieder einmal wird vor „desaströsen Zuständen“ und randalierenden Fangruppen gewarnt. Aber auch von unzähligen Menschen und Familien wird gesprochen, die sich angeblich nicht mehr ins Stadion trauen. Wieder einmal gibt es keine belastbaren Fakten, die dieses Bild bestätigen. Trotzdem werden Maßnahmen aus der BLoAG (Bund-Länder-offene Arbeitsgruppe) aus Politik, Polizei, Verbänden und der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) gefordert, die am Ende die Zerstörung einer lebendigen, vielfältigen Fankultur erreichen:

  • Einrichtung einer zentralen Stadionverbotskommission, die Verbote und deren Überwachung bundeseinheitlich steuert
  • Pauschale Stadionverbote über mindestens drei Monate bei eingeleitetem Ermittlungsverfahren
  • ⁣Einheitlichere Anwendung und Überwachung von Verbands- und Vereinsregelungen zur Fankultur und zum Stadionverhalten
  • Einführung von personalisierten Tickets mit ID-Check und KI-gesteuertem Bildabgleich
  • Strengere Einlass- und Sicherheitskontrollen bei sogenannten Hochrisikospielen: geringere Gästekontingente, intensivere Kontrolle wegen Pyrotechnik

Ein Blick in den Jahresbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze der Polizei NRW für ganz Deutschland, zeigt aber eine ganz andere Realität. Deutsche Stadien sind sicher und vermutlich auch die mit am stärksten überwachten Orte im Land. 1.107 Verletzte in einer ganzen Saison, ohne Angabe, wodurch genau. 5.197 eingeleitete Strafverfahren. Ein Rückgang zum Vorjahr. Um diese Zahlen kurz ins Verhältnis zu setzen: Über 32,95 Millionen Zuschauer waren in der letzten Saison im Stadion. 1.107 Verletzte bedeuten 0,00336 % aller Stadionbesucher – etwa 3,4 Verletzte pro 100.000 Zuschauer. 5.197 Strafverfahren entsprechen 0,01577 % aller Stadionbesucher – etwa 15,8 Verfahren pro 100.000 Zuschauer. Wir reden also über den statistischen Promillebereich. Von Zahlen, die kaum messbar sind, es aber trotzdem auf die ganz große Populismus-Bühne schaffen.

Trotz ihrer Beteiligung am BLoAG haben selbst DFL und DFB in einer eigenen Stellungnahme Zweifel an diesen Forderungen geäußert. Unsere Fankultur wird bekämpft, da sie für die Innenpolitik eine Gefährdung darstellt. Sie ist unbequem, laut, politisch. Dazu ist sie noch vernetzt und organisiert, wie die DFL-Investorenproteste gezeigt haben. Wir haben das Potenzial, ernsthaft etwas zu bewegen, was den innenpolitischen Akteuren widerstrebt.

Was dabei oft übersehen wird. Fankultur ist ein sozialer Raum, der vielen Menschen Struktur, Ablenkung und Zugehörigkeit gibt. Ein Ort mit Schatten, aber auch Sonnenschein. Fankultur bietet eine Form von Gemeinschaft, die im Alltag häufig fehlt. Genau deshalb wird sie schnell zur Projektionsfläche für gesellschaftliche Konflikte. Probleme, die eigentlich gesamtgesellschaftlich verhandelt werden müssten, landen über die Figur der „Ultras“ plötzlich als vermeintliche „Fußballprobleme“ auf dem Tisch. So entsteht eine einfache Erzählung für die Innenpolitik: Nicht die sozialen Ursachen stehen im Mittelpunkt, sondern ein angeblich eskalierendes Fanproblem.

Im Sinne aller Fußballfans bleiben wir laut und unbequem! Schluss mit den populistischen Forderungen – Finger weg von unseren Kurven!

Aurea Moguntia, Bambulis, Bandoleros, Berliner Schnauze, Colectivo, Eugeniosbande, Flagrantia Moguntia 03, Gruppo Ubriaco, Loreley Schobbevernichter, Meenzer Bube Meenzer Mädche, Rheingold, Schnudedunker Mainz, Sektion Bruchweg, Subciety Mainz 2006, Ultraszene Mainz 2001, Wildes Gebilde, Zitty-Mainz



Gude Nullfünfer,

auch in diesem Jahr laden wir euch herzlich zum Q-Block-Weihnachtsmarkt ein! 

Er findet am 07.12.2025, also am Sonntag nach dem Heimspiel gegen Gladbach, am Bruchwegstadion statt.

Wie immer erwarten euch abwechslungsreiche Speisen und Getränke, Geschenkideen sowie ein buntes Rahmenprogramm – und das alles zugunsten sozialer Einrichtungen. 

In diesem Jahr unterstützen wir den Frauennotruf Mainz e. V. (https://www.frauennotruf-mainz.de/) und Frühstart e. V. Mainz (https://www.fruehstart-mainz.de).

Weitere Informationen zum Ablauf und Programm folgen in Kürze.

Das Trikot eines jeden Vereins ist untrennbar an seine Identität geknüpft, verbindet Spieler und Fans wie kein anderes Kleidungstück und repräsentiert darüber hinaus den Verein bei Heim- und Auswärtsspielen. Es ist schlichtweg das Symbol eines Fußballvereins und wird deswegen immer besonders genau unter die Lupe genommen und mit anderen Standards bewertet. In diesem Jahr präsentierte die Geschäftsstelle gemeinsam mit dem Ausrüster Jako unsere neuen Trikots. Dabei ist das Heimtrikot, wie jedes Jahr, rot mit weißen Elementen. Einige Tage später wurde dann das neue Auswärtstrikot vorgestellt. Mitsamt lila-blau und magenta-pinker Musterung, sowie Video- und Fotoshooting, wird hier nun ein Bezug zu einem Trikot der 1990er-Jahren hergestellt.

Und auf das Auswärtstrikot folgte das Ausweichtrikot. Mithilfe von lokalen Influencer*innen wurde ein cremefarbenes Trikot mit grau-schwarzen Akzenten veröffentlicht. Dass das Vereinslogo auf diesem Trikot in Grau-Schwarz auf Weiß gebracht wurde, soll dabei nur eine Randnotiz sein. Mit zwei von drei Trikots, die nicht in den Vereinsfarben gehalten sind, und einem klaren Stilwechsel verlässt Mainz 05 eine Kontinuität aus den letzten Jahren. Selbstverständlich sind marktwirtschaftliche Gedanken hierfür ausschlaggebend. Erstmalig in der Geschichte des Vereins werden mit Trikotverkäufen schwarze Zahlen geschrieben, auch dank eines erfolgreichen Marketings. Dies geht allerdings auf die Kosten der Konstanz und Identifikation, denn ein Trikot muss in unseren Augen einen klaren Wiedererkennungswert schaffen. Nicht zuletzt hat unsere Kritik auch einen sehr praktischen Grund. Wir arbeiten seit einigen Jahren an einem rot-weiß-goldenen Kurvenstil und versuchen auch mit eigenen Klamotten eine klare Linie vorzuleben. Ausweichtrikots in besonders auffälligen Farben arbeiten gegen die Idee von einer Kurve, in denen klar die Farben Rot-Weiß-Gold ein lebendiges und kraftvolles Bild erzeugen.

Wir wünschen uns, dass unser Trikot nicht von Marktlogiken bestimmt wird, sondern für die Basis des Vereins gemacht wird. Dass sich Mainz 05 frei davon macht, Trikots aus Fashiongründen zu produzieren, sondern dass möglichst viele Menschen, die diesen Verein leben, sich mit seinen Trikots identifizieren können.


Denn echte Identifikation braucht kein Marketing!

Ultraszene Mainz 2001


Gude Nullfünfer,

das Hinspiel ist erst wenige Tage her und wir alle haben noch die unglaublichen Bilder aus Trondheim im Kopf. Trotz des bitteren Ergebnisses war dieser Tag einfach brutal. Jetzt liegt es in unserer Hand, im Rückspiel alles reinzuwerfen, unsere Mannschaft nach vorne zu peitschen und das Stadion brennen zu lassen, damit wir mit unserem FSV weiter durch Europa reisen können.

Packt euren Schal ein und zieht euer weißes Shirt an. Wir treffen uns um 16 Uhr am Theater. Um 18 Uhr ziehen wir von dort los und stimmen uns zusammen auf dem Weg zum Stadion ein! 

Am Treffpunkt wird es die übrigen Mottoshirts gegen Spende geben.
Es sind noch Größen zwischen S-L verfügbar.

Lasst uns alles abreißen für eine geile Europapokal-Nacht! Die Reise wird weitergehen!

ALLE IN WEISS!
INTERNATIONALER FSV!