Durch die Ansetzung des Spiels gegen Freiburg auf einen Montag, sieht sich der Q-Block gezwungen zu handeln. Gegen die Spieltagszerstückelung und für den Samstagstermin ist die Devise,
und in einer Kooperation mit verschiedenen Freiburger Fangruppen aus der aktiven Fanszene werden wir dies nach außen tragen.

Mit einem Spiel gegen eine Fanauswahl aus Freiburg im altehrwürdigen Bruchwegstadion werden wir zeigen, was für uns Fußball ausmacht. Samstags um halb vier.
Also schaut vorbei, der Eintritt wird kostenlos sein. Lasst uns zusammen einen schönen Tag verbringen und gemeinsam ein Zeichen setzen!

14.04.2018 | 15:30 Uhr | Bruchwegstadion

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Q-Block.

Zum Spiel in Frankfurt wird der Q-Block mit dem Zug anreisen.
Zugzeiten:

Treffpunkt: 12 Uhr Hauptbahnhof!
Abfahrt: 12:33 Gleis 4a mit der S8

Und schon wieder purzeln alle Rekorde. Auf 160 Seiten finden sich rund 80 Spielberichte aus 26 verschiedenen Ländern wieder. So viel zu den harten Fakten. Inhaltlich gibt es neben Berichten aus Skandinavien, Polen, Bulgarien, Österreich, Spanien, Italien, Portugal und Frankreich seit langem mal wieder eine größere Südamerika-Tour inklusive 15 Spielen in Argentinien. Von Sportplatzromantik im Baltikum über interessante Reiserfahrungen in Kolumbien und wilde Partynächte in Brasilien, bis hin zu europäischen Top-Derbys in Sofia, Wien oder Stockholm ist auch diesmal wieder alles geboten, wonach der geneigte Leser so suchen kann. Die mittlerweile schon 5. Ausgabe des Ortsfremd ist ab dem Heimspiel gegen Schalke am Freitag in der BoutiQue zum Preis von 4 Euro erhältlich. Bestellungen per E-Mail werden wie immer unter heftsche@q-block.de entgegengenommen.

Ortsfremd 5

Heut abend wird sicherlich nicht jeder die Gelegenheit haben die Blockbildung zu lesen. Wir stellen deshalb ausnahmsweise das Vorwort bereits vorher online, um klar zu stellen, dass die Vorgänge rund um die Fastnachtsspiele noch nicht ausreichend aufgearbeitet wurden und wir deshalb nicht einfach zum Tagesgeschäft übergehen können.

Gude Nullfünfer,

ein verdammtes Jahr hat es gedauert bis wir wieder in der Ferne jubeln konnten. Wirklich gut hat es sich trotzdem nicht angefühlt, dafür war in den Tagen davor zu viel passiert. Die herbe Enttäuschung in Frankfurt als der gesamte Verein das Pokalspiel zum großen Wendepunkt hochstilisiert hatte. Von unserer Seite hatten wir alles in die Wege geleitet, gemeinsam und in Abstimmung mit Mainz 05 Mitarbeitern unter dem Fastnachtsmotto einen optisch und akustisch runden Gesamtauftritt ausgetüftelt. Die Ankündigungen der Mannschaft ließen ein echtes Highlight erwarten, aber selten lagen der selbst formulierte Anspruch und die Realität so weit auseinander wie an diesem Tag. Zurecht erntete die Mannschaft für diesen lächerlichen Auftritt nach dem Spiel deutliche Worte am Zaun.

Obwohl uns diese Darbietung schwer im Magen lag, machten sich nur wenige Tage später über 1000 Fans auf nach Hoffenheim. Unser Support war an dem Tag bewusst mehr auf Fastnacht und Spontanität ausgerichtet und nachdem das Spiel erneut weniger gut für uns lief, flüchtete sich der Großteil des Gästeblocks in Selbstironie und Nostalgie. Scheinbar stieß dies einigen Verantwortlichen bitter auf, im Nachgang war davon zu lesen, die Mannschaft wäre verhöhnt und verspottet worden. Deshalb entschied man sich nach dem Spiel nicht in die Kurve zu gehen und die mitgereisten Fans links liegen zu lassen. Mit einem offenen Brief am nächsten Tag rechtfertigten Schröder und Co. ihr Verhalten und baten gleichzeitig um Unterstützung. In der Fanszene herrschte Fassungslosigkeit über dieses dummdreiste Verhalten. Kein Funken selbstkritischer Reflexion, völlige Ignoranz gegenüber den Eigenarten und der Identität dieses Vereins, sondern stattdessen die Absicht die eigenen Fans zu einem genehmen Verhalten zu erziehen. Glücklicherweise wiesen viele Fans und auch Teile der Medien diesen billigen Versuch einer Annäherung in aller Deutlichkeit zurück.

Für uns war klar, dass wir zwar die Reise nach Berlin antreten würden, aber die Dinge nicht einfach ihren gewohnten Lauf nehmen konnten. Statt für die Mannschaft zu singen, war unser Support bei dem Spiel allein unserer Idee von Mainz 05 gewidmet. Mit der Zaunfahne „Nur für das Trikot“ und einem „Verarscht ihr uns- Verarschen wir euch“ Spruchband reagierten wir somit direkt auf die vorherigen Geschehnisse. Nach dem Spiel wollten wir unabhängig vom Ergebnis den Block verlassen, weder feiern als wäre nichts gewesen, noch erneut unseren Unmut äußern. Was in Hoffenheim passiert ist, war letztlich der Gipfel einer Entwicklung mangelnder Wertschätzung gegenüber den eigenen Fans. Das betrifft nicht nur die Mannschaft, sondern den gesamten Verein und ist daher eben nicht durch einen Auswärtssieg gerade zu rücken. Spätestens wenn 3 Spiele verloren sind, geht es dann nämlich wieder von vorne los. Für einen längerfristigen und tiefgreifenden Schulterschluss bedarf es mehr. Es kann nicht sein, dass die Fans immer nur dann wichtig und ernst genommen werden, wenn der Verein knietief in der Scheiße steckt. Wenn man Zusammenhalt schaffen möchte, bedarf es nachhaltig eines respektvollen und ehrlichen Umgangs miteinander. Gespräche, rein um der Gespräche willen sind dafür keine ausreichende Basis. Vielmehr ist es zunächst notwendig die Fehler im Umgang mit den Fans offen einzugestehen und nicht darauf zu hoffen, dass sportlicher Erfolg die Probleme kittet…die Verantwortlichen bei Mainz 05 sind am Zug.

Q-Block

 

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Gude Nullfünfer,

Für den Supporters-Sonderzug zum Auswärtsspiel beim HSV gibt es noch Karten zum Preis von 50€ zu kaufen! Deckt euch am Freitagabend unterm A-Block damit ein und unterstützt Nullfünf auswärts!

Weitere Infos gibt es direkt bei den Supporters: http://www.supporters-mainz.de/2018/01/mit-dem-supporters-sonderzug-nach-hamburg/

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Gude Nullfünfer,

das diesjährige Spiel zur fünften Jahreszeit findet dieses Jahr wie ihr alle wisst am Samstag, dem 10.02.2018  um 15:30 bei der TSG in Hoffenheim statt. Dieses Jahr wollen wir mal wieder zu einer Mottotour zum Auswärtsspiel aufrufen:

Superschurken

Allen, die ihn noch nicht haben, können wir zu diesem Anlass auch wärmstens nochmal unseren Fastnachtsschal empfehlen. Deckt euch an der Boutique beim Bayern-Heimspiel mit den übrigen Exemplaren ein! Wir sehen uns im Outfit des Superschurkens eurer Wahl.

Treffpunkt: 9:30 Hauptbahnhof

Zugverbindung: 10:13 ab Mz Hbf.

Q-Block – die Fans vom FSV

boutiQue

Am Samstag gibts in der BoutiQue unsere neuen Pullover und extra für unsere beiden Fassenachtsspiele die letzten Q-Block Fassenachtsschals.
Für alle, die noch keinen haben, kommt vorbei und deckt euch ein!
Ansonsten haben wir wie üblich Mützen, Aufkleber, Heftchen und Buttons für euch im Angebot.

Q-Block Pulli

Schals

Wir schreiben das Jahr 2018. Leider sehen wir, der Q-Block, uns heute gezwungen, einen Text zu veröffentlichen, der auch in den 80er-Jahren hätte geschrieben werden können.
Was passiert ist, dürften wohl alle mitbekommen haben, die sich auch nur ein wenig mit den Geschehnissen rund um unseren Fußballsportverein beschäftigen.

Den Anfang machte standesgemäß der Springerverlag:
„Aber was verstehen Sie als Frau von Fußball?“, fragte die BILD-Zeitung Eva-Maria Federhenn, die am Wochenende auf der Mitgliederversammlung von Mainz 05 als Vorstandsvorsitzende unseres Verein kandidieren wird.
Diese „Frage“ hat schon ihren Namen nicht verdient, schließlich steht die Antwort für die BILD längst fest: Nichts – sonst würde sie die Frage gar nicht erst stellen.
Ich könnte den lieben Herrn Dörr genauso gut fragen: „Was verstehen Sie als BILD-Journalist von ganz grundlegenden ethischen Standards?“

Anschließend wollte die BILD ernsthaft noch wissen, ob Frau Federhenn dann zukünftig „rote Pumps“ tragen werde, schließlich sei das Erkennungs-Merkmal von Hans Kaluza ja eine rote Hose gewesen. Auch hier ist die Antwort von Frau Federhenn völlig gleichgültig, das Entscheidende hatte die Frage längst betont: Frau Federhenn – Festhalten! – ist eine Frau!
Das, was die BILD da macht, ist längst kein „versteckter“ oder „abstrakter“ Sexismus mehr, sondern eine ganz offensichtliche Manifestation völlig veralteter Rollenbilder, chauvinistischer Denkstrukturen und patriarchaler Machtverhältnisse.
Offensichtlich? Für Mainz 05 scheinbar nicht offensichtlich genug, um Frau Federhenn zur Seite zu springen und der BILD mal über das Schandmaul zu fahren. Denn wir schreiben zwar das Jahr 2018 und natürlich sind alle „wunderbar gleichberechtigt“ – aber eben nicht gleichberechtigt genug, um nicht doch noch von der BILD-Zeitung in irgendwelche zurückgebliebenen Gesellschafts-Korsetts gepresst zu werden, ohne dass sich jemand daran zu stören scheint.

Der Q-Block antwortete in Hannover mit den Spruchbändern: „Gegen reaktionäre Rollenbilder! In der Kurve! Im Verein! Und überall!“ sowie „Zähne zeigt, wer´s Maul aufmacht! Solidarisch voran gegen Sexismus!“

Im Nachgang des Spiels in Hannover kam dann der nächste Tiefpunkt ans Tageslicht: Innenverteidiger Leon Balogun machte öffentlich, dass er und Anthony Ujah von Hannoveraner Fans mit Affenlauten rassistisch beleidigt wurden.
Wer jetzt denkt, dass auf diesen Vorfall ein Aufschrei der Entrüstung folgte, liegt leider nur so halb-richtig. Denn während sich die Club-Offiziellen völlig zu Recht empörten, war in den Kommentarspalten von Facebook und Faszination-Fankurve schnell klar: Nein, so kann das ja gar nicht gewesen sein! Da muss der dumme Balogun etwas verwechselt haben! Schließlich wurde 96-Kicker Ihlas Bebou mit lauten „Bebouuuuuu“-Rufen gefeiert – das muss es gewesen sein!

Abgesehen davon, dass diese Version der Geschichte so einige Fragen offen lässt und nicht besonders plausibel erscheint – Denn wieso sollten die 05-Profis die Ovationen für Bebou als auf sie selbst bezogene Affenlaute verstanden haben?! – ist es doch ziemlich aussagekräftig, dass es in der Diskussion um einen rassistischen Vorfall der erste Reflex zu sein scheint, die rassistische Ebene zu leugnen und das Problem in der Wahrnehmung der Betroffenen zu suchen.
So war es auch in der Diskussion um ein H&M-Werbefoto, das einen schwarzen Jungen in einem Pulli mit der Aufschrift „coolest monkey in the jungle“ zeigt: Plötzlich wurde argumentiert, dass dunkelhäutige Menschen, die sich davon verletzt fühlten, selbst rassistische Denkmuster aufzeigen würden, weil sie ja differenzieren würden, ob der Pulli nun von einem weißen oder einem schwarzen Jungen getragen wird.

Dass nicht wenige dieser Menschen wohl selbst schon Opfer solcher Erniedrigungen wurden – kann man ja mal ausblenden. Dass es Teil der rassistischen Ideologie ist und in kolonialer Tradition steht, schwarze Menschen als minderwertige Tiere anzusehen – geschenkt. Dass schwarze Menschen noch in den 50er-Jahren wie Affen in Zoos ausgestellt waren – vergesst es einfach! Dass dunkelhäutige Fußballspieler in den Stadien mit Affenrufen beleidigt werden – was soll das schon mit einem „coolest monkey in the jungle“-Pulli zu tun haben?!

Es ist – und das gilt in allen diskriminierenden Kontexten – nun mal viel bequemer, über die Empfindlichkeit und die falsche Wahrnehmung einer Minderheit zu diskutieren, als darüber, dass eine Gesellschaft (am Ende vielleicht sogar man selbst?) diskriminierende Denk- und Verhaltensmuster aufzeigt. Mithilfe einer simplen Täter-Opfer-Umkehr lassen sich die eigenen Hände dann wunderbar in Unschuld waschen: Es beginnt damit, dass der arme weiße Mann nicht mal mehr sagen darf, was er denkt. Und es endet mit solchen Begriffen wie „Bomben-Holocaust“ – der Gipfel des deutschen Opfermythos´.

So offenbart schon der Verlauf derartiger Diskurse die zugrunde liegenden Ressentiments der Diskutierenden. Rassismus, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus und Chauvinismus insgesamt sind eben keine Randphänomene, die von den „vermeintlich“ Betroffenen künstlich aufgebauscht werden. Es sind tief verwurzelte gesellschaftliche Probleme, die allein schon dadurch offensichtlich zu Tage treten, dass sie mit der Begründung abgetan werden, dass sie ja nur künstlich aufgebauscht würden.

Und so meint Rouven Schröder sicher das Richtige, wenn er sagt, der Vorfall um Balogun und Ujah sei „unbegreiflich“. Genau das ist er aber eben nicht. Er ist sehr wohl begreiflich. Er ist nämlich das Ergebnis einer nicht nur strukturell und institutionell rassistisch durchwachsenen Gesellschaft. In dieser Gesellschaft werden geflüchtete Menschen zusammengepfercht und in angeblich sichere Herkunftsländer deportiert. In dieser Gesellschaft stehen Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte auf der Tagesordnung. In dieser Gesellschaft wird von „Integration“ gesprochen, aber damit „Assimilation“ gemeint. In dieser Gesellschaft darf die Polizei nicht nur mithilfe von Racial Profiling tagtäglich Gewalt und Unrecht ausüben. In dieser Gesellschaft wird derart hysterisch über geflüchtete Menschen diskutiert, dass sogar dreckige Deals mit irgendwelchen Diktatoren akzeptiert werden – Hauptsache, es kommt niemand mehr.
In dieser Gesellschaft sind Begriffe wie „Fotze“, „Jude“ und „Schwuchtel“ auf jedem Pausenhof zu hören. In dieser Gesellschaft haben ein großer Teil der Frauen sexualisierte Gewalt erfahren müssen – und zwar nicht nur in der Kölner Silversternacht, sondern vor allem auf jedem scheiß Schützen- und Oktoberfest, auf jeder Dorfkerb und jeder Fassenachtsparty. In dieser Gesellschaft müssen Frauen in der Regel die schlechter bezahlten Berufe ausüben – und werden selbst in den „besseren Jobs“ schlechter bezahlt. In dieser Gesellschaft schafft es eine neoliberale, rassistische, sexistische, homophobe, chauvinistische, reaktionäre, nationalistische, zum Teil völkische Hetz-Partei in jedem Bundesland in den Landtag.

In dieser Gesellschaft sind solche Vorfälle nicht unbegreiflich, sondern eine zwingende Konsequenz. Wir schreiben das Jahr 2018. Und diese ganze Scheiße gehört endlich abgeschafft! Solidarisch voran!

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Gude Nullfünfer,

wenn in dieser Welt wirklich nichts sicher ist, so ist es aber das Gejammer über das halbleere Stadion heute. Wer es sich einfach machen will, stimmt mit ein in diesen Chor voller Nörgeleien, am besten noch vom heimischen Sessel: Die Oma, die Wurst, der Weg, der Hund, die Ultras, die Fans, die Stimmung, das Bier, die Zeit, der Tag, die Mannschaft, das Stadion, der Gegner… Na, dann soll es eben so sein! Aber wir alle die hier sind haben doch auch einen Grund. Und der ist ganz einfach nur Mainz 05!

Wir sollten endlich anfangen den Leuten davon zu erzählen warum wir hier sind, anstatt uns darüber zu ärgern, dass andere es nicht sind. Wir haben doch alle unsere Antworten parat. Und nur darum geht es doch: Um unseren Verein! Wir müssen endlich wieder richtig Bock haben ins Stadion zu gehen und uns selbst als Fans feiern. Einfach, weil wir geil sind. Und weil Mainz 05 geil ist! Nur der harte Kern und Flutlichtatmosphäre, das ist der Stoff aus dem besondere Geschichten entstehen! Geschichten, die wir nie Vergessen und von denen wir Morgen erzählen und in 20 Jahren. Also warum sich nicht selbst ein kleines Highlight setzen? Der Q-Block hat dazu eine kleine Idee entwickelt. Dazu müssen wir alle zusammenkommen!

Für alle die keine Lust haben den Kopf in den Sand zu stecken und die ewigen Nörgeleien leid sind: 20 Uhr unterm A-Block!

Die BoutiQue findet ihr heute übrigens auch dort.

Q-Block

Bis Später, Q-Block!